Investition in Austausch und Zukunft: Mädchen bekommen ihre eigene WM
von Matthias Lorenz
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Nicht nur die acht Mannschaften in der Trierer Arena kommen in den Genuss der Weltmeisterschaft, auch der Nachwuchs darf WM-Flair aufsaugen. Weibliche Jugend-Mannschaften aus dem Rheinland, Rheinhessen-Pfalz, dem Saarland, Belgien und Luxemburg bekommen bei ihrer Mini-WM die Bühne für ein unvergessliches Erlebnis geboten.
Ob von den acht Teams, die in Trier die Vorrundenspiele der Frauen-Weltmeisterschaft absolvieren, am Ende eines den WM-Titel mitnehmen kann, klärt sich erst im zweiten Teil des Turniers, wenn sich die Spreu vom Weizen trennt und die besten Mannschaften unter sich sind. Die Mini-WM hingegen wird schon an der Mosel entschieden. Die Verbände Rheinland, Rheinhessen-Pfalz, Saar, Belgien und Luxemburg hatten die tolle Idee, auch dem Nachwuchs eine große Plattform zu bieten. Weil der Deutsche Handballbund mit seiner Kampagne „Hands up for more“ vor allem das Handball-Erlebnis für Frauen und Mädchen forcieren will, versteht es sich von selbst, dass die durch die Großregion Sport initiierte Mini-WM sich an die weiblichen Talente richtet. Am Samstag, 29. November, wird diese ausgespielt. Das Besondere, was die E-Jugend-Spielerinnen besonders motivieren dürfte: Die acht Vereinsmannschaften repräsentieren die Nationen, die zu den „Trier-Gruppen“ der großen Weltmeisterschaft zählen. Sie werden in entsprechenden Trikots auflaufen, und auch die Nationalhymnen dürfen da natürlich nicht fehlen. Die beteiligten Verbände stellen jeweils auch die Schiedsrichtergespanne, die die Begegnungen leiten werden.
Die Schirmherrschaft hat die frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsidenten Malu Dreyer übernommen. Die feierliche Siegerehrungen der drei besten Mannschaften des Turniers führt Bildungsminister Sven Teuber durch.
„Wir sind begeistert, dass wir mit Malu Dreyer eine so bekannte Persönlichkeit aus der Politik für unsere Mini-WM gewinnen konnten. Das unterstreicht die Bedeutung und den Stellenwert des Turniers noch einmal deutlich“, freut sich HVR-Präsident Markus Weiskopf.
Nach dem Spielerinnen in der Mäusheckerhalle und der Ruwertalhalle ihren Weltmeister ausgespielt und bei der Siegerehrung Medaillen, Urkunden, Süßigkeiten und die Pokale für die drei ersten Plätze überreicht bekommen haben, geht‘s in die SWT Arena. Jede Mannschaft, die am Turnier teilnimmt, erhält 21 Freikarten für die abendlichen Weltmeisterschaftsspiele zwischen Angola und Südkorea sowie Kasachstan und Norwegen.
Große Turniere benötigen eine entsprechende Vorlaufzeit, damit am Ende auch alle Rädchen ineinandergreifen. Das gilt für die Frauen-Weltmeisterschaft genauso wie für die Mini-WM. Bereits vor einem Jahr trafen sich Funktionäre des Handballverbandes mit Vertretern der Trierer Arena. „Wir haben direkt ein positives Feedback erhalten, sodass wir die nächsten Schritte gehen konnten“, blickt HVR-Ehrenpräsident Peter Josef Schmitz zurück, der sich bei der Organisation des Turniers für weibliche E-Jugend-Mannschaften im Rahmen der großen Weltmeisterschaft tatkräftig einbringt.
Die Idee, Teams grenzübergreifend zusammenzubringen festigte sich und stieß in den benachbarten Verbänden direkt auf Gegenliebe. Auch wenn Frankreich sich nach einer anfänglichen Zusage ausklammerte, sind die Initiatoren schon jetzt hochzufrieden, den Mädchen am 29. November einen großen Mehrwert zu bieten. „Sport ist ein wichtiger Bestandteil für Kinder. Er vermittelt Werte, stärkt durch Niederlagen, die dazu gehören, den Charakter – und davon profitieren am Ende alle“, hebt Peter Josef Schmitz hervor. „Mit dieser tollen Initiative setzen der Handballverband Rheinland als Initiator und die Vereine DJK St. Matthias Trier sowie HSG Mertesdorf-Ruwertal als Gastgeber ein starkes Signal. Die Mädchen bekommen nicht nur die Möglichkeit, die Weltmeisterschaft der Frauen mitzuerleben, sondern auch selbst mitzumachen“, bedankt sich Schirmherrin Malu Dreyer für den Einsatz aller Beteiligten.
Die Mini-WM ist im Vorfeld großer Handballturniere in Deutschland ein fester Bestandteil in den Landesverbänden. „Passend zur Frauen-WM war unsere Idee, diesmal ein Turnier nur für Mädchen-Mannschaften auszutragen“, erklärt HVR-Geschäftsstellenleiter Matthias Lorenz. Passend dazu freuen sich die Veranstalter, größtenteils auch junge weibliche Schiedsrichterinnen aus den beteiligten Verbänden für die Mini-WM ansetzen können.
Der Samstag soll ein Fest des Jugendhandballs werden. „Zufriedene Kinder sind ein riesiger Mehrwert. Das und der Austausch zwischen den Ländern der Großnation stehen an diesem Tag an erster Stelle. Die Mini-WM wird eine große Investition in die Zukunft sein“, freut sich HVR-Präsident Markus Weiskopf auf die Veranstaltung.



