Sparkassen Final-Four: Vier Teams kämpfen um den HVR-Pokal

                                   

Zwei Oberligisten, ein Verbandsligist und ein Landesligist stehen im Sparkassen Final-Four um den Handball-Rheinlandpokal. Der HV Vallendar, die HSG Kastellaun/Simmern, der TV Bad Ems II und der SV Gerolstein wollen sich am Freitagabend für das Endspiel qualifizieren, das am Sonntag ab 17 Uhr in der Moselweißer Beatushalle steigt und den ersten Titelträger im rheinländischen Handball nach der Corona-Pause hervorbringt. Da aufgrund der gegenwärtigen Pandemie-Situation keine Pokalermittlung in Turnierform möglich ist, fällt die Entscheidung in Einzelspielen. Durch die erheblichen Einschränkungen des Spielbetriebs im zurückliegenden Jahr bringt der HVR nun die Pokalrunde der Spielzeit 2019/20 zu Ende.

Die Halbfinals:
SV Gerolstein – HV Vallendar (Freitag, 19 Uhr, in Gerolstein). Überraschend steht Landesligist SV Gerolstein im Final-Four des HVR-Pokals. Die Mannschaft von Trainer Sandro Baumanns, die in der Landeliga scheinbar ohne ernsthafte Konkurrenz ist und mit 10:0 Punkten die Tabelle anführt, geht als Außenseiter in die Begegnung gegen den drei Klassen höher spielenden Vallendarer HV. „Über die Favoritenstellung in diesem Spiel müssen wir nicht diskutieren. Doch seit 2019 haben wir erst ein Spiel verloren, gewannen Spiele gegen Teams, die gespickt waren mit Ober- und Regionalligaspielern. Allerdings plagen uns derzeit arge Verletzungssorgen, da mit Jesko Waldorf, Simon Leonards und Mathis Hell gleich drei Rückraumspieler ausfallen. Doch gegen Hunsrück III haben die Jungs das vor zwei Wochen gut gelöst. Da wir die Ausfälle haben, wird uns Peter Berens, der mit einem Zweitspielrecht ausgestattet ist, aushelfen. Auf keinen Fall ergeben wir uns kampflos, wollen mutig spielen.“ Die Gerolsteiner haben das bevorstehende Handballfans eine Licht- und Tonfirma beauftragt, die für die richtige Stimmung sorgen wird. Der HVV zieht nach den beiden jüngsten Oberliga-Siegen ein positives Zwischenfazit und will in der Eifel darauf aufbauen: „Wir sind mit unseren bisherigen Leistungen zufrieden. Am Anfang hatten einige Gegner aus dem vorderen Tabellendrittel. Da reichte es leider nicht zu Punkten. Aber zuletzt haben wir uns stabilisiert. Wir haben die Trainingswoche genutzt, um uns gut auf das Pokal-Wochenende vorzubereiten, an den noch bestehenden Mängeln zu arbeiten“, berichtet Trainer Thomas Bach.

TV Bad Ems II – HSG Kastellaun/Simmern (Freitag, 19.30 Uhr, in Bad Ems). Die Erfolgserlebnisse in dieser Saison halten sich für die Bad Emser Reserve und die Gäste vom Hunsrück bislang in Grenzen. Der Verbandsligist aus der Kurstadt wartet noch auf die ersten Punkte, Oberligist Kastellaun steckt nach neun Spieltagen im RPS-Abstiegskampf. „In letzten beiden Wochen haben wir leider nicht gut gespielt. Ein Erfolgserlebnis wäre zum jetzigen Zeitpunkt gut für die Mannschaft und der verdiente Lohn für den Aufwand, den die Jungs betreiben“, sagt HSG-Trainer Georg Wetstein. Beim TVBE sind einige Personalsorgen mit dafür verantwortlich, dass die bisherigen Ergebnisse nicht so ausfielen wie erhofft. Allerdings war das Team um Routinier Udo Helbach nie chancenlos. Mit mehr als fünf Unterschied zog Bad Ems nie den Kürzeren. Aber werden die Gastgeber auch wirklich mit ihrer Verbandsliga-Truppe in der Silberauhalle auflaufen? Wetstein stellt das in den Raum: „Ich gehe davon aus, dass weite Teile der Rheinlandliga-Mannschaft gegen uns spielen werden. Und dann sind wir nicht mehr der klare Favorit.“ TVBE-Spielwart Klaus Ohnhäuser verneint das und stellt klar, dass sein Team mit dem Stamm der Reserve auflaufen wird: „Wir wollen die Spieler belohnen, die auch den Einzug ins Halbfinale perfekt gemacht haben. Außerdem bestand zum Auftakt des Pokalwettbewerbs noch unsere inzwischen aufgelöste Spielgemeinschaft mit dem TuS Bannberscheid. Die Statuten regeln es nicht genau, wie in solch einem Fall die Spielberechtigungen aussehen. Wir werden eventuelle Schlupflöcher nicht ausnutzen.“ In der Silberauhalle sind am Freitagabend 90 Zuschauer mit 2G-Status und unter Einhaltung der Maskenpflicht zugelassen.

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