14. Juni 2018

Mädchen-Auswahl bezahlt Lehrgeld

Die rheinländische Handball-Verbandsauswahl der Mädchen musste beim Karin-Walther-Pokal in Moselweiß Lehrgeld bezahlen und belegte nach drei Niederlagen gegen Rheinhessen, die Pfalz und den ungeschlagenen Sieger vom Mittelrhein den vierten Platz.


"Das Turnier hat uns viele Erkenntnisse beschert. Diese müssen sowohl die Spielerinnen, von denen jede ihre Einsatzzeiten erhielt, als auch wir Trainer verarbeiten und in Zukunft zur Verbesserung nutzen", fasste HVR-Stützpunkttrainerin Michelle Sorger zusammen, die Verbandstrainerin Esther Herrmann auf der Bank vertrat.

Zum Auftakt musste sich das HVR-Team gegen Rheinhessen knapp mit 12:15 geschlagen geben. "Wir haben einfach nicht richtig ins Spiel gefunden. Auch wenn unsere Abwehr in der zweiten Hälfte besser gegen das Zwei-Kreisläufer-Spiel agierte, sind wir im Angriff nicht konsequent genug in die Lücken gegangen. Dennoch spielten wir die eine oder andere schöne Torgelegenheit heraus, konnten diese jedoch nicht verwerten", fasste Michelle Sorger zusammen. Mit etwas mehr Glück hätte die Partie auch umgekehrt enden können, landeten doch fast alle Abpraller beim Gegner, der seine Führung von zwei, drei Toren nie aus der Hand gab.

Nachdem die Pfalz gegen die starke Mittelrhein-Auswahl verloren hatte, wollte es der Gastgeber gegen den Nachbarverband aus dem eigenen Bundesland besser machen und eine Schippe drauflegen. Das misslang. "Meiner Meinung nach war es unser schwächstes Spiel des Turniers. Wir hatten Probleme mit der Abstimmung in der Abwehr, und unsere Chancenverwertung ließ wieder mal zu wünschen übrig. Insgesamt hat die Einstellung einfach nicht gestimmt", erklärte Sorger die deutliche 12:23-Niederlage.

Mit mehr Kampfgeist präsentierte man sich gegen die Mittelrhein-Auswahl. Es ging ein Ruck durch die Mannschaft und alle machten deutlich, dass man sich dem Favoriten nicht kampflos ergeben wollte. "Wir spielten uns zu Beginn wieder gute Torchancen heraus, die wir leider abermals nicht verwertet haben. Zudem ließen wir zu viele Tore aus dem Tempogegenstoß zu. Irgendwann war die Luft raus, trotzdem haben die Mädels mehr Wille gezeigt. Das hätte ich mir von Anfang an im Turnier gewünscht", so Sorger nach der 8:30-Pleite.

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