27. März 2018

David TV Bitburg gegen die Goliaths aus der Oberliga

Drei Oberligisten und der Zweitplatzierte der Bezirksliga Mosel/Nahe bestreiten am Ostermontag in Bitburg das Sparkassen-Final-Four der Frauen um den Handball-Rheinlandpokal.


Auf dem Sprung zur Titelverteidigung? Die HSG Wittlich gewann 2017 in Engers den Rheinlandpokal. Diesmal trifft das Team von Thomas Feilen im Halbfinale auf die HSG Hunsrück.

Der gastgebende TV Bitburg als zwei Klassen tiefer eingeorndeter Gastgeber versucht in der Rolle des krassen Außenseiters aufzugehen und sich auch den Faktor der verkürzten Spielzeit zum Vorteil zu machen. Die Eifelanerinnen schalteten den HSC Igel, die HSV Rhein-Nette und die HSG Mertesdorf-Ruwertal aus und feiern in der Edith-Stein-Halle ihre Final-Four-Premiere. "Für uns ist es das Highlight nach einer, am Ende mit der Vizemeisterschaft gekürten, erfolgreichen Saison. Als Bezirksliga-Mannschaft sind wir natürlich der Underdog, daher hoffen wir, dass die Zuschauer mit lautstarker Unterstützung dazu beitragen, dass wir über uns hinauswachsen und so mit den höher spielenden Gastvereinen so lange wie möglich mithalten können", sagt Trainer Patrick Schaal.

Gegner im ersten Halbfinale ist ab 14 Uhr der TV Bassenheim. Der Oberliga-Vierte ist im Gegensatz zum Lokalmatador ein Final-Four-Routinier. Bereits zum neunten Mal in Folge nimmt der TVB am Pokal-Endturnier teil, dreimal gewann man seit 2010 den Titel, genauso häufig unterlag die Mannschaft im Endspiel. Der erste Platz ist auch diesmal das erklärte Ziel. "Wir werden unseren Halbfinalgegner Bitburg nicht unterschätzen, aber realistisch betrachtet, ist das Endspiel für uns ein Muss. Wir wollen den vierten Pokalsieg und brauchen dafür eine Topleistung", sagt Bassenheims Vorstandsmitglied Markus Baulig. Patrick Schaal meint: "Der Einzug ins Finale wäre für uns eine Sensation, doch an einem solchen Tag ist alles möglich. Aber ich bin jetzt schon wahnsinnig stolz auf die Mannschaft, die mit dem Erreichen des Final-Fours im Pokal sowie der Vizemeisterschaft in der Bezirksliga den größten Erfolg einer Frauenmannschaft in der Bitburger Vereinsgeschichte feiern durfte."

Die zweite Partie in der Vorschlussrunde, die genauso wie das Spiel um Platz 3 über zweimal 15 Minuten ausgetragen wird, absolvieren ab 15.15 Uhr die HSG Hunsrück und die HSG Wittlich. Die beiden Vorjahresfinalisten können aus unterschiedlichen Gründen nicht in Bestbesetzung antreten. Auf Wittlicher Seite nutzen einige Spielerinnen die Osterfeiertage für einen Kurzurlaub, bei den Hunsrückerinnen hat das Verletzungspech zugeschlagen. Unter anderem fallen die Leistungsträgerinnen Melissa Gräber (Handbruch) und Lizzy Sülzle (Kreuzbandverletzung) aus. "Wir spielen mit einer Notbesetzung, es wird eine Mischung aus 1. und 2. Mannschaft sowie der A-Jugend sein", kündigt Trainer Sascha Burg an. "Für das tolle Format des HVR-Pokals ist es schade, dass durch den Ostertermin die Mannschaften häufig nicht komplett sind", bedauert Thomas Feilen, dessen HSG Wittlich als Titelverteidiger ins Rennen geht. Die Favoritenrolle sieht er jedoch beim TV Bassenheim. "Sie haben in der Liga mit guten Ergebnissen überzeugt."

Das kleine Finale ist für 16.30 Uhr angesetzt, und im Endspiel ab 17.45 Uhr (zweimal 20 Minuten) entscheidet sich, welche Mannschaft das Ticket für die erste DHB-Pokalrunde löst.

Zurück zur Übersicht