24. Januar 2018

Körperliche Nachteile durch Kampfgeist kompensiert

Beim Länderpokal des Deutschen Handball-Bundes im Großraum Göppingen hat die weibliche Rheinland-Pfalz-Auswahl den 14. Platz erreicht. Den Gesamtsieg sicherte sich der HV Württemberg, der sich im Finale mit 24:22 gegen den HV Westfalen durchsetzte. Mit Paula Olbrich, Amelie Gilanyi, Frederike Engel, Julie Jakobs, Lara Bierenfeld, Marie Lohner (alle TV Arzheim), Lena Hoffmann (DJK/MJC Trier) sowie der ehemaligen Idarerin Annika Puhl, die inzwischen für den Mainzer Zweitliga-Nachwuchs spielt, standen insgesamt acht Talente aus dem Handballverband Rheinland im Aufgebot.

Die Vorrundenphase in der Gruppe B begann für die rheinland-pfälzischen Mädchen der Jahrgänge 2001 und 2002 mit dem Auftaktspiel gegen den Thüringer HV. Der körperlich überlegene Gegner konnte das Spiel klar für sich entschieden (30:19). In der zweiten Partie wartete der HV Niederrhein. "Leider haben wir das Spiel gegen den starken Gegner deutlich mit 23:33 verloren. Wir konnten gegen die kompakte Abwehr wenig entgegensetzen und haben zu selten die Lücke gefunden. Insgesamt waren zu viele technische Fehler, falsches beziehungsweise fehlerhaftes Entscheidungsverhalten in Drucksituationen und zu wenig Torgefährlichkeit auf den einzelnen Positionen zu beobachten", analysierten die beiden Trainer Nikoletta Nagy und David Clemens.

Den zweiten Turniertag eröffnete das RLP-Team gegen den HV Niedersachsen. Bereits mit 9:20 hinten liegend, raufte man sich zusammen und verkürzte den Rückstand mit einem enormen Kraftakt zum 25:28. Die Mannschaft aus Niedersachsen wurde somit Sieger in der Gruppe B und erreichte am Ende den vierten Platz beim Länderpokal. Im letzten Gruppenspiel wartete der Badische HV auf die Talente der Verbände Rheinland, Rheinhessen und Pfalz. Durch geschlossenes Auftreten, starke Wurfkraft und gute Torhüterleistung entschieden sie das Spiel in der zweiten Halbzeit deutlich mit 28:19 zu ihren Gunsten, was Gruppenplatz vier bedeutete.

Den HV Mittelrhein, erster Gegner in der Zwischenrunde, kannten die Nagy/Clemens-Schützlinge aus den Vorbereitungsturnieren bestens. Sie hatten von Anfang an die Kontrolle über die Partie und entschieden sie mit ihrer positiven Einstellung und einer geschlossenen Mannschaftsleistung für sich (20:14). Das abschließende Platzierungsspiel um Rang 13 gegen den Bremer HV verlief bis Mitte der zweiten Halbzeit auf Augenhöhe. Dann setzte sich Bremen mit vier Toren ab. Die Rheinland-Pfälzerinnen reagierten mit einer offensiven Abwehrvariante, konnten aber nur noch bis auf einen Treffer aufschließen. Der Endstand lautete 20:22.
"Insgesamt entspricht das Ergebnis unserem Leistungsvermögen. Wir waren gegenüber anderen Landesverbänden im körperlichen Bereich oftmals unterlegen, was wir aber mit unserem Kampfgeist zu kompensieren versuchten. Die Mädels haben nie aufgegeben und immer weitergekämpft. Daher geht unser Dank an alle Spielerinnen, die wir in den letzten drei Jahren begleiten und weiterentwickeln durften. Zusätzlich geht ein großer Dank an alle Eltern und Vereinstrainer, denn ohne ihr Engagement wäre dies nicht möglich", sagten die beiden Trainer.
Rheinland-Pfalz: Marie Lohner, Lena Dettling - Paula Olbrich, Amelie Gilanyi, Annika Puhl, Frederike Engel, Lara Schwarz, Lara Jentzsch, Julie Jakobs, Sophie von Römer, Mona Reichling, Chiara Thon, Jasmin Jung, Ariane Hilbig, Lena Hoffmann, Lara Bierenfeld.

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