13. Dezember 2017

Sparkassen-Final-Four: Güls fordert Oberligisten heraus

TV Mülheim, HV Vallendar, SG Gösenroth/Laufersweiler, TV Güls - diese vier Vereine kämpfen am Samstag ab 15.30 Uhr in Mülheim-Kärlich beim Sparkassen-Final-Four um den HVR-Pokal.


Im Dezember 2016 standen sich die SG Gösenroth/Laufersweiler (rechts) und der TV Mülheim im Halbfinale gegenüber. Diesmal könnten sie das Endspiel bestreiten. Auf dem Weg dahin müssen sie jedoch den TV Güls beziehungsweise den HV Vallendar eliminieren.

Mittwochabend, kurz nach 17 Uhr. Drei Tage noch, dann geht es in der Sporthalle des Mülheim-Kärlicher Schul- und Sportzentrums beim Sparkassen-Final-Four um den Pokal des Handballverbandes Rheinland. Ein Zeitpunkt, zu dem sich Trainer und Spieler auf den nächsten Gegner vorbereiten. Das tut auch Igor Domaschenko. "Ich bin gerade bei der Videoanalyse und fahre gleich zum Training in die Halle", sagt der Trainer der SG Gösenroth/Laufersweiler. Aber das Augenmerk des ehemaligen russischen Nationalspielers gilt zunächst einmal nicht dem TV Güls, auf den die Kombinierten aus dem Hunsrück am Samstag ab 16.45 Uhr im Pokal-Halbfinale treffen.

Die Sache sei, so Domaschenko, in diesen Tagen "etwas kompliziert", denn am Tag vor dem Pokalturnier muss die SG in der Oberliga noch gegen den HV Vallendar ran. "Und in der Liga", fährt Domaschenko fort, "stehen wir unter Druck. Da brauchen wir zwei Punkte". Wer aber schon die Qualifikation für das Final-Four geschafft hat, will auch dort den maximalen Erfolg. "Wir wollen ins Endspiel", sagt der Gösenrother Coach. "Es wäre das erste Mal, seitdem ich hier bin." Vor einem Jahr war der amtierende Rheinlandmeister in eigener Halle im Halbfinale gescheitert.

Diesmal ist in der Vorschlussrunde der Final-Four-Außenseiter TV Güls der Gegner des Oberligisten. "Wir haben in den vergangenen Jahren ein paar Testspiele gegen Güls bestritten, dabei zwar immer gewonnen, aber das nie locker. Wir nehmen den Gegner ernst", sagt Domaschenko über die Koblenzer. Die haben wiederum mit etwas Losglück, aber auch guten Leistungen als erster Verbandsligist überhaupt das Endturnier erreicht. "Das haben wir uns hart erarbeitet, die Siege sind uns nicht zugeflogen. Unsere Vorfreude ist groß, und wir können befreit aufspielen. Das Final-Four ist eine tolle Plattform, auf der wir uns bestmöglich verkaufen wollen", sagt TV-Trainer Christian Hilger.

Eine Änderung in den Durchführungsbestimmungen hat das HVR-Präsidium vorgenommen, die die Veranstaltung nicht nur kompakter macht, sondern auch den Mannschaften entgegenkommt: In den beiden Halbfinals beträgt die Spielzeit in diesem Jahr nur einmal 30 Minuten, Spiel um Platz 3 (ab 18 Uhr) und das Endspiel (ab 19.15 Uhr) gehen über zwei Halbzeiten à 20 Minuten. Christian Hilger glaubt, dass diese verkürzte Spielzeit seinem Team etwas in die Karten spielen könnte: "Erfahrungsgemäß haben klassenhöhere Mannschaften ab der 40. Minute Vorteile in Sachen Kraft. Wir hoffen, dass wir so besser mithalten und die Partie länger offen halten können."

Halbfinale Nummer eins wird zur x-ten Auflage des ewig jungen Derbys zwischen dem gastgebenden TV Mülheim und dem HV Vallendar (Anwurf: 15.30 Uhr). Ähnlich wie Domaschenko, hat auch HVV-Trainer Christoph Barthel den Fokus zunächst einmal auf den Freitagabend in der Liga gerichtet. "Ich bin gespannt, wie die Mannschaft das Spiel verkraftet. Sollten wir es dann ins Finale schaffen, wollen wir es auch gewinnen." In der Liga hatte Mülheim Anfang November mit 27:20 deutlich das bessere Ende auf seiner Seite. "Ich bin mir sicher, dass beide Mannschaften topmotiviert sein und den Zuschauern eine spannende Begegnung bieten werden. Wenn Vallendar gegen Mülheim spielt, will niemand verlieren", sagt Mülheims Coach Hilmar Bjarnason, der mit seinem Team und dem Heimvorteil den Vorjahrestitel gerne verteidigen möchte. Damals entschied der TVM das Endspiel gegen Bendorf für sich - damals saß Christoph Barthel noch auf der Bank der Turnerschaft.

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